FeedKnöchel (malleöli)
HeilkundeBrockhaus 1882

Knöchel (malleöli), die beiden an der äußern und innern Seite des Fuß⸗ oder Sprunggelenks befindlichen Knochenvorsprünge. Das untere Ende des Schienbeins (s. d.) ist leicht ausgehöhlt und bildet die Gelenkfläche für den Fuß, welcher durch zwei Vorsprünge, die sog. Knöchel, zu beiden Seiten des Schienbeins, nach unten wie in einer Gabel festgehalten wird. Der innere K. (malleolus internus), welcher nicht so weit herabreicht als der äußere, ist eine unmittelbare Fortsetzung des Schienbeins, der äußere K. (malleolus externus) hingegen das untere Ende des Wadenbeins. Durch straffe Bänder wird der knöcherne Fuß in einer festen Gelenkverbindung mit der Gelenkgabel gehalten. Hinter und unter den K. verlaufen die an den Fuß sich ansetzenden Sehnen der Wadenmuskeln, sowie Blutgefäße. Bricht ein K. ab, so geht der Fuß aus seiner Gelenkverbindung und erfordert sorgsame Behandlung. Auch die Dehnung der Bänder am Fußgelenk infolge eines falschen Trittes (sog. Vertreten oder Verstauchen des Fußes) ist sehr schmerzhaft und erheischt nicht selten ein längeres Krankenlager. (S. Tafel: „Die Bänder des Menscheno, Bd. II, S. 425.)

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 370Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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