Verbrennung (combustio), in der Medizin die krankhafte Veränderung, welche ein Körperteil durch den Einfluß hoher Temperaturen erfährt. Je nach der Intensität und Dauer der einwirkenden Hitze unterscheidet man verschiedene Grade der V. Bei dem ersten Grade ist die Haut nur stark gerötet, sehr schmerzhaft und leicht geschwollen; bei dem zweiten Grade bilden sich auf der entzündeten Haut mehr oder minder zahlreiche mit wässeriger gelblicher Flüssigkeit erfüllte Blasen (Brandblasen), welche entweder eintrocknen oder sich ablösen und die entblößte geschwürige Haut zum Vorschein treten lassen; bei dem dritten Grade der V. endlich erscheint die verbrannte Körperstelle gänzlich zerstört und in einen schwärzlichen harten Brandschorf verwandelt. Sehr umfangreiche V. sind in der Regel lebensgefährlich; ist mehr als die Hälfte der Körperoberfläche verbrannt, so erfolgt fast immer binnen wenigen Stunden der Tod, entweder infolge des Aufhörens der Hautrespiration oder der Überhitzung des Blutes und dadurch bedingter Herzlähmung, oder infolge der ubermaßigen Erschütterung des Nervensystems. Über die Behandlung Verbrannter s. Brandwunden. Über Selbstverbrennung s. d.