Kol (ind. Köla), ein Name, der oft im allgemeinen für Lastträger (s. Kuli), dann für wilde Waldbewohner und eine niedrig stehende Kaste gebraucht wird; auch führt diesen Namen ein Teil der Bevölkerung der Landschaft Guzerate in der Präsidentschaft Bombay, der ungefähr zwei Drittel bildet. Die K. treiben Ackerbau, stehen unter eigenen, Thakur genannten Oberhäuptern, sind aber Anruhig und räuberisch. Sie haben brahmanische Sitten angenommen und enthalten sich des Rindfleisches, werden deshalb als Mitglieder der arisch-ind. Volksgemeinschaft angesehen. Kol, Stadt in Ostindien, s. Aligarh. EKoel., bei naturwissenschaftlichen Namen, Abgelsk, in rauher, wilder Gegend, die nördlichste Stadt des europ. Rußland, liegt (68 53 nördl. Br. und 50 400östl. L. von Ferro) zwischen der Kola und ihrem linksseitigen Nebenfluß, der Tuloma, auf einer spitzen Landzunge am Fuße des Berges Solowaraki, 52 km vom Nördlichen Eismeer, und hat einen sichern und geräumigen Hafen, den Katharinenhafen. K. ist der Hauptort des altruss. Lapplands, hat eine Kirche und eine Pfarrschule und enthält unter ihren (1882) 743 E. außer Russen auch Lappen und einige Finnen, die sich vom Walroß⸗, Kabeljau⸗ und Walfischfang nähren. Am 23. (11.) Aug. 1854 wurde K. von den Alliierten beschossen. nißt, sind unter C aufzusuchen.