Königsberg in der Neumark, Kreisstadt des Regierungsbezirks Frankfurt in der preuß. Provinz Brandenburg, an dem Oderzufluß Rörike und an der Linie Breslau-Stettin der Preusischen Staatsbahnen, 70 km im Norden von Frankfurt gelegen, bis 1270 dem Bistum Brandenburg gehörig, war früher befestigt und spielte in den Kriegen der brandenb. Markgrafen mit den pommernschen Herzögen eine wichtige Rolle. Die Stadt ist Sitz eines Landratsamts und eines Amtsgerichts, hat ein Gymnasium, ein Lehrerseminar, ein altertümliches Rathaus, mittelalterliche Thore, die älteste und schönste Kirche der Neumark, nämlich die aus dem 13. Jahrh. stammende got. Marienkirche, Backsteinbau, 1884 vollständig renoviert, mit einem neuerbauten, 96 m hohen Turm und zählte (1880) 6568 meist prot. E. Der Kreis Königsberg zählt (1880) auf 1534 qkm 98521 E.