FeedFriedeberg in der Neumark
ErdkundeBrockhaus 1882

Friedeberg in der Neumark, Kreisstadt in der preuß. Provinz Brandenburg, Regierungsbezirk BalunS 80 müber dem Meere, Station der Linie Staatsbahn (Bahnhof 6 km südl.), zählt (1880) 6381 E., von denen 67 Katholiken und 262 Juden, ist Sitz eines Amtsgerichts, hat ein Progymnasium, eine höhere Töchterschule, einen Vorschußverein, Tuchfabrikation, Gerberei, bedeutenden Ackerbau und handelt nach Berlin mit Schlachtvieh und Butter. Von den alten Befestigungen der seit 1260 bestehenden Stadt ist nur noch das got. Driesener Thor erhalten. Der Kämmerei F. gehören mehrere umliegende Dörfer (Gurkow an der Ostbahn u. a.); zur Stadt das Eisenwerk Zanzhammer. — Der Kreis F. hat 1100,½2 akm Fläche und 57887 E., wovon 726 Katholiken und 704 Juden.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 307Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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