Heilsberg, Kreisstadt im Regierungsbezirk Königsberg in der preuß. Provinz Ostpreußen, 62 km im Süden von Königsberg, am Einfluß der Simser in die Alle, ist Sitz eines Amtsgerichts und eines Warendepots der Reichsbank, 5 eine evang. und zwei kath. Kirchen, ein Schloß des Bischofs von Ermeland mit Waisenanstalt und zählt (1880) 5874 meist kath. E., welche Stärkefabrikation, Mühlenbetrieb, Flachs- und Ackerbau, Viehzucht und Getreidehandel treiben. H. ist denkwürdig durch die Schlacht, welche hier 10. Juni 1807 von den Franzosen unter Soult gegen die Russen unter Bennigsen angefangen, aber, da ihr rechter Flügel umgangen war, abgebrochen wurde, jedoch die Räumung des russ. Lagers zur Folge hatte. Der Kreis Heilsberg zählt auf 1096 qkm (1880) 55 707 meist kath. E.; Sitz des Landratsamts ist Gutstadt.