FeedKranz
Sitten & ModeBrockhaus 1882

Kranz, kreisrundes Laub⸗ oder Laub⸗ und Blumengewinde aus wirklichem oder nachgeahmtem Laub und Blumen, schon im Altertum festlicher Schmuck bei Opfern und Gelagen, Schmuck der Sieger im Kriege oder in Kampfspielen, ausgezeichneter Bürger u. s. w. (s. Corona). In der Baukunst ist Kranz der oberste, schon dem Dach angehörige Teil des antiken Säulengebälks, das Dachgesims, Hauptgesims; in der Hüttenkunde ein Rahmen aus Eisen oder starken Hölzern zur Sicherung gegen Zusammensturz innerhalb eines runden Schachts; bei Glocken derjenige Teil, gegen welchen der Klöpfel beim Läuten anschlägt; bei Rädern, besonders Zahnrädern, der Umfang derselben; bei Wasserrädern die Ringe, zwischen welchen die Schaufeln eingeschoben sind.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 579Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 8

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Sitten & Mode 6