Lablache (Luigi), der berühmteste Bassist der Neuzeit, geb. 6. Dez. 1794 zu Neapel, erhielt seine musikalische Bildung im Konservatorium zu Neapel und trat 1812auf dem Theater San-Carlino in komischen Opern auf. Im J. 1814 verheiratete er sich mit der Sängerin Therese Runtter welche sehr wohlthätig auf seine höhere künstlerische Ausbildung einwirkte, war nacheinander in Messina, Palermo und Mailand angestellt und kam dann nach Wien. Seine glänzendste Epoche begann 1830, wo er bei der Italienischen Oper in Paris debütierte und dort wie in London ein Liebling des Publikums wurde. Er ging 1834 wieder nach Neapel, kehrte aber 1835 nach Paris zurück und sang fortan abwechselnd in der franz. und engl. Hauptstadt, wo er auch Gesanglehrer der jetzigen Königin Victoria war. Seine Hauptrollen waren Figaro im „Barbier von Sevillav, Leporello, Heinrich VIII. in „Anna Bolenav, Giorgio in den «Puritanerno, Dulcamara, Don Pasquale u. a., in welchen allen er ebenso sehr durch seinen Gesang als durch sein vortreffliches Spiel entzückte. hte F. kolossal wie seine Stimme, welche das stärkste Fortissimo des Orchesters beherrschte, war auch seine Gestalt. L. erhielt 1853 einen Ruf an die Italienische Oper in Petersburg, wo er jeden Winter bis 1857 zubrachte. Er brer in Neapel 23. Jan. 1858. Eine von ihm publizierte „Gesangschules gehört zu den besten Werken dieses Fachs.