Labitzky (Jos.), Musiker, geb. 4. Juli 1802 zu Schönfeld bei Aurapel in Böhmen, trat 1821 in die karlsbader Kurkapelle und benutzte die Wintermonate zu Konzertreisen mit einer kleinen Kapelle. Er selbst war Virtuose auf der Violine, Viola und Flöte. Im J. 1835 wurde L. Direktor der karlsbader Kurkapelle, welche Stelle er bis 1868 bekleidete. Den größern Teil seiner vielen Kompositionen bilden heitere Weisen, wovon namentlich die Walzer Ruf erlangten. Auch leistete er in Soloiecen Vorzügliches und komponierte eine große esse und ein Requiem. Er starb 19. Aug. 1881. Sein Sohn Au gust L., geb. 22. Okt. 1832 zu Petschau, absolvierte das Konservatorium zu Prag 1849, kam dann nach Leipzig zu Ferd. David und Moritz Hauptmann, ging 1850 im Verein mit seinem Vater und seinem Bruder Wilhelm (gest. 5. Jan. 1871 zu Toronto in Canada) zu den großen Nationalkonzerten im Her Majesty's Theatre nach London, blieb bis 1852 bei der königl. Oper daselbst, trat 1854 in die karlsbader Kurkapelle, wurde 1868 um Direktor der Kurkapelle in Karlsbad ernannt. Is Komponist folgt L. der Richtung seines Vaters.