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ErdkundeBrockhaus 1882

Laghuat, El-Ar'uat, El-Aghuat, Hauptort des Militärbezirks der Sahara-Oasen in der Provinz Algier (Subdivision Medeah) der franz. Kolonie Algerien und wichtigster Ort der algerischen Sahara, 456 km südlich von Algier, liegt in der gleichnamigen Oase südlich vom Dschebl-Amur am Nordrande der Sahara, 780 m über dem Meere, ist auf den Abhängen zweier Felsenhügel und in dem zwischenliegenden Thale erbaut und von sehr schönen Fruchtgärten und ausgedehnten Dattelwäldern umgeben, während rings um die Oase flache Wüste sich ausbreitet. Die mittlere Jahrestemperatur ist 22· C. Der Wert der jährlichen Ernte von Datteln, die aber eine schlechte Sorte sind, wird auf 450000 Frs. geschätzt, und durch Bewässerung aus dem Ued-Mzi hat man etwa 1000 ha Getreidefelder gewonnen. Am 4. Dez. 1852 von den Franzosen unter Pelissier erobert, hat sich L. seitdem bedeutend verschönert. Statt der alten befestigten Türme wurden zwei Forts erbaut. Centrum der Stadt ist die Place Randon, an der die Verwaltungsgebäude 7½ L. hat 6000 E., Schulen für Knaben und Mädchen, Kirche, Postbureau, Gasthaus und ist ein bedeutender Marktplatz für alle benachbarten Stämme und Orte der Sahara.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 747Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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