Biskara oder Biskra, Stadt in dem östl. Teile der Sahara des franz. Algerien, in 125 m Höhe, in einer von dem arab. Stamme der Biskris bewohnten und vom Wadi-Biskra gut bewässerten Oase 234 km südlich von Konstantine gelegen, ist Hauptstadt eines Kreises der Provinz omtanune und der wichtigste franz. Militärposten der Sahara. Das Klima der Oase zeigt sehr große Abwechselung; B. ist der heigt Ort der algierischen Sahara, im Sommer steigt die Temperatur auf 40* R. und mehr, im Winter sinkt sie zuweilen auf 0‘. Die Oase ist reich an warmen Mineralquellen und hat eine üppige Vegetation, mit 140000 Dattelpalmen und 5000 Olivenbäumen, prächtige Gärten. Der Ort besteht aus dem franz. Neu-B., mit herrlichen Gärten und Plätzen, und dem arab. Alt-B., mit sieben aus Lehmziegeln erbauten Quartieren. Neu-B. hat gutgebaute Häuser mit Arkaden, zählt 7000 E. und wird von dem 1849 erbauten Fort Saint-Germain beschützt, das große Cisternen hat. Alt-B. Dat 6—7000 E., arabisierte Berber, die besonders attelbau treiben. B. ist eine wichtige Karawanenstation und hat bedeutenden Handel mit Getreide, Datteln, Stoffen, Materialwaren, Konserven, Wein und e. Wite adt. uel wird B. immer mehr eine gesuchte Winterstadt, selbst für viele Pariser. Bei der Stadt sind Ruinen der röm. Stadt Bescera und 500 m nordwestl. die warmen Heilquellen Hammam-Salhin. Außer dem Markt⸗ und Handelsverkehr bieten die Eisengruben, die Gewinnung von Kaltstein, Salpeter und Salz, die Burnus⸗ und Teppichfabrikation gute Erwerbsquellen für die Bewohner der Stadt und der ganzen Oase. Den mei-Dar Gewinn aber bringt die Obste, besonders die atteltultur, die hier außerordentlich entwickelt ist. Zu Beni-Morra, unweit der Stadt B., hat die franz. 4 einen Akklimatisationsgarten anwch t. B. ist seit 1844 im Besitz der Franzasen, welche von hier aus ihre Herrschaft über jenen Teil demnach femes, Zwieback (frz. biseuit, angl biscuit), ein feines, leichtes, im wesentlichen aus Mehl, Eiern, Butter und Zucker hergestelltes Gebäck. Die wichtigste Art desselben bilden die englischen Biskuits (so genannt, weil sie früher ausschließlich in England erzeugt wurden) oder Cakes spr. Kehks), die in neuerer Zeit ihres hohen Nährwerts ihrer leichten Verdaulichkeit und gefälligen Form wegen, sowie infolge der Annehmlichkeit, längere Zeit ohne Veränderung des Wohlgeschmacks aufbewahrt werden zu können, für die Zwecke der Haushaltung, insbesondere der Krankenpflege, und für den Gebrauch auf Reisen eine um so öhere prak-Raß Bedeutung gewonnen haben, als infolge der assenfabrikation r Mannt ein verhältnismäßig niedriger und bei der Mannigfaltigkeit der Sorten die Möglichkeit gegeben ist, für jeden speziellen Bedarf Passendes zu finden. Der Herstellungsprozeß dieser Biskuits, einer der interessantesten der gesamten neler wird jetzt fast ausschließlich mit Hilfe maschineller Vorrichtungen bewirkt. Die Materialien der Fabrikation werden zunächst der Mischmaschine zugeführt, in welcher ein Rührwerk dieselben zu einem ziemlich Nade II verarbeitet. Von hier aus wird die Masse auf die Teigwalz-Maschine gebracht, deren Wirkung im Großen dieselbe ist, wie sie bei der gewöhnlichen Art der Teigbereitung mittels des Wellholzes erreicht wird, indem der Teig mehrmals und in verschiedenen Richtungen zwischen schweren gußeisernen Walzen hindurchgeht, um zu langen Platten von gummiartiger Konsistenz ausgewalzt zu werden. Um die gewünschte Form zu erhalten, kommt der Teig auf die Egalisir⸗ und Ausstechmaschine s. vorstehende Abbildung), in welcher bei B ein alzenpaar den Platten, die bei A aufgegeben werden, eine genau gleichmäßige Stärke erteilt und sie zu einem fortlaufenden Teigband verbindet, welches, durch Tücher geführt, unter einen Apparat Otritt, der mit einer großen Anzahl von Ausstechern versehen ist, sodaß bei jedem Hub der Maschine Dutzende von Biskuits ausgestochen und geprägt werden. Die ausgestochenen Stücke fallen auf ein endloses Tuch, welches sie selbstthätig bei Fauf die Bleche ablegt, während die Teigreste, in der Form eines Netzes D, gleichfalls durch ein Tuch erfaßt und auf einen Tisch Eabgelegt werden. Die belegten Bleche gelangen hierauf in den Backofen, dessen Konstruktion sich von der sonst üblichen namentlich dadurch unterscheidet, daß er von bedeutender Länge ist und daß mittels einer mechan. Vorrichtung die Bleche langsam hindurchbewegt werden. Die fertig gebackenen Biskuits fallen in unte gestellte Kisten; einzelne Sorten werden noch mit Guß oder sonstigen Verierungen versehen, was durch Handarbeit geschieht. ei der Herstellung der weichen Biskuits (der Queens u. s. w.) findet insofern eine Abweichung statt, als man sich hier der sog. Queensspritze bedient, einer Vorrichtung, die mit einer Wurstfullmaschine große Ahnlichkeit hat und aus welcher der Teig in langen Strängen ausgepreßt wird, um nach Erfordernis abgeschnitten zu werden. Von den nach Hunderten zählenden Biskuitsorten eignen sich vor-Caut zum Frühstück und Nachtisch Lunch, Dessert, racker, Butter; zu Kaffee, Thee und Ehokolade 4.— Chocolate, Cocoa-Rut, Fine Tea, Kaffeerot, Biskuitkringel; zu Eis, Wein, Liqueur u. s. w. ney-Routs, Macaroons, Ratafias, Ginger-Nut, pice-Nut, Cinnamon, Almond-Drops; für Kinder Milk, Pearl, Leaflet, Nic-Nac, Star, Zuckernüsse; 91 Kranke, insbesondere Magenleidende, Cracknel, isks, Soda, Diet, Albert, Water, Zwieback, Waffeln; +„ Land⸗ und Seereisen Cabin, Captain, Tourist, Mixed, Queen, Schiffsbrot, zum Gebrauch für Suppen Soup, Gem, Vanille-Drops. Speziell in Deutschland sund, infolge der hohen Leistungsfähigkeit einheimischer Fabriken, als deren älteste und bedeutendste die von A. H. Langnese in Hamburg zu nennen ist, die Biskuits einer der wichtigsten Handelsartikel geworden. B. zweimal gebranntes unglasiertes Porzellan. (S. Porzellan.)