Landrecies oder Landrecy, Stadt und Festung dritten Ranges im franz. Nord-Departement, rechts an der hier schiffbaren Sambre, wo der 52 km lange Kanal zur Oise abgeht, Station der Hauptlinie Paris-Erquelinnes der Französischen Nordbahn, mit (1876) 3693, als Gemeinde 4183 E., welche Flaschen, Nelkenöl, Cichorien fabrizieren und Handel mit Holz, Rindvieh, Butter, Käse, Hopfen und Lein treiben, wurde, nachdem es die Franzosen unter Franz I. genommen, 1543 von Kaiser Karl V. wieder genommen und blieb nun! bei Spanien, bis es 1637 die Franzosen von neuem eroberten, die es 1647 an Spanien zurückgeben mußten. Ludwig XIV. nahm es 1653 den Spaniern abermals ab, worauf es 1659 durch den Pyrenäischen Frieden Frankreich zugesprochen wurde. L. wurde 17. Juli 1794 von den Verbündeten und 21. Juli 1815 von dem Prinzen August von Preußen erobert.