Lauban, Kreisstadt im Regierungsbezirk Liegnitz der preuß. Provinz Schlesien, ehemals die vierte Sechsstadt der Oberlausitz, in einem anmutigen Thale am Queis, Station der Linien Kohlfurt-Glatz und Görlitz-L. der Preußischen Staatsbahnen, ist Sitz eines Landratsamts, eines Amtsgerichts, einer Handelskammer und einer königl. Hauptwerkstatt und zählt (1880) 10 775 meist prot. C. Die Stadt hat zwei evang. und eine kath. Kirche, ein 1320 gestiftetes Kloster der Magdalenerinnen, die sich der Krankenpflege widmen, eine Stadtbibliothek, ein Gymnasium, eine höhere Töchterschule, Lein⸗ und Baumwollweberei, Garnbleiche, Kattundruckerei und Färberei. Der Kreis Lauban zählt auf 518,7 ꝗkm (1880) 67320 meist prot. E.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 840Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei