Laufen unterscheidet sich vom Gehen durch die Kürze der Schrittdauer, Schnelligkeit der Fortbewegung des Körpers und dadurch, daß derselbe bei jedem Schritte vom jeweilig stemmenden Beine fortgeschnellt wird und er infolge dessen eine kurze Zeit frei in der Luft hinschwebt. Die Geschwindigkeit kann beim L. so gesteigert werden, daß 6—7 m in einer Sekunde zurückgelegt werden können. In der Gymnastik der alten Hellenen war der Lauf eine Hauptübung und er bildete einen wesentlichen Teil des Pentathlon (s. d.). Auch die neuere Turnkunst hat das L. als körperstärkende und gesunde Bewegung in ihren Betrieb aufgenommen.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 848Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei