Ledebur (Leop. Karl Wilh. Aug., Freiherr von), verdienter deutscher Geschichtsforscher, geb. 2. Juli 1799 zu Berlin, diente im 2. Garderegiment zu Fuß und nahm 1829 als Hauptmann seine Entlassung. Bei Errichtung des Neuen Museums in Berlin ward er Direktor der königl. Kunstkammer, des Museums der vaterländischen Altertümer und der ethnogr. Sammlungen. L. schied 1875 mit dem Titel Geheimer Regierungsrat aus dieser Stellung, verblieb jedoch in dem Heroldsamte und siedelte nach Potsdam über, wo er 17. Nov. 1877 starb. Er schrieb: «Das Land und Volk der Brukterer (Berl. 1827), Blicke auf die Litteratur des letzten Jahrzehnts zur Kenntnis Germaniens zwischen Rhein und Weser» (Berl. 1837), Die sunf münsterschen Gaue und die sieben Seelande Frieslands „ (Berl. 1836), «Der Maiengau oder das Mayenfeldo (Berl. 1842), «Nordthüringen und die Hermundurer oder Thüringere (Berl. 1842 u. 1852). Auf dem Gebiete der Genealogie und Heraldik veröffentlichte er: Dynastische Forschungeno (Berl. 1853), Adelslexikon der preuß. Monarchier (3Bde., Berl. 1854—57) und «Archiv für deutsche Adelsgeschichte, Genealogie, Heraldik und Sphragistiky (2 Bde., Berl. 1863—65). Auch lieferte er vieles zur Ortsgeschichte in dem großenteils von ihm selbst bearbeiteten «Allgemeinen Archiv für die Geschichtskunde des preuß. Staatsv (21 Bde., Berl. 1+: