FeedLeitrim
ErdkundeBrockhaus 1882

Leitrim, die nordöstlichste Grafschaft der irländ. Provinz Connaught, zwischen Sligo und Roscommon im W., den Provinzen Leinster und Ulster im S. und O., der Donegalbai im N. gelegen, zählte auf 1587,86 aEm 1841 eine Bevölkerung von 155309, 1881 von nur 89 795 E. (davon 90 Proz. katholisch). Das Land ist, besonders im Norden, gebirgig, hat gute Bergweiden, aber nur noch wenig Waldungen, in den Thälern und Cbenen meist fruchtbaren, indes ohne Sorgfalt bebauten Boden und reichliche Vewässerung durch den Shannon, der hier den See Allen durchströmt, sowie durch den Bonet und die Seen Melvin und Macnean. Die Kohlenfelder sind nicht unbedeutend. Das sehr feuchte Klima ist dem Ackerbau nicht günstig. Im J. 1880 waren 56 Proz. der Bodenfläche Weide und 21 Proz. Wüstland. Kartoffeln, Hafer und Flachs bilden die Haupternten. Schafe werden weit weniger gezogen als Rindvieh, und der Gewinn an Butter ist beträchtlich. Milchkühe gab es 1881: 35 732; aber der gesamte Viehstand mindert sich jährlich. Die Industrie beschränkt sich auf die Erzeugung grober Leinwand und Töpferwaren. Die Grafschaft schickt zwei Mitglieder ins Parlament und hat zum Hauptort Carrick on Shannon, einen unbedeutenden Flecken mit 1796 E., links am Shannon, mit einer Brücke von 11 Bogen, einer Burgruine, Fabriken und großen Leinwandbleichen. Etwa 4 km oberhalb liegt das alte, zerfallene Dorf L. mit 400 C. und einer benachbarten Steinkohlengrube.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 941Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 6

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Erdkunde 6