FeedLeitner (Gottlieb Wilh.)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Leitner (Gottlieb Wilh.), Orientalist und Reisender, geb. 17. Olt. 1840 in Pest, von jüd. Abtunft, kam während des Krimkriegs nach Konstantinopel und in mehrere Städte Kleinasiens, namentlich Brussa, wo er Arabisch und Türkisch lernte. Später setzte er seine Studien in England fort, während des ind. Kriegs trat er in engl.⸗ind. Civildienst und 9*0 nach dem Nordwesten Indiens (Lahore). L. erwarb sich durch die Reform und Gründung mehrerer Schulen, besonders der Fachschule von Lahore, Verdienste um die Kultur des nordwestl. Indien. Im Auftrag der Regierung reiste L. 1866 — 70 nach Dardistan, von wo er RNachrichten über die dort wohnenden Stämme und Proben der von den letztern gesprochenen Sprachen mitbrachte; dieselben finden sich hauptsächlich in dem Werke The races and languages of Dar. distan (Lahore 1867 — 7½). Eine weitere Frucht seiner Reisen war die Entdeckung einer Reihe von Denkmälern, die aus der Zeit nach dem macedon. Einfall in Indien stammen und eine Verquickung des einheimischen ind. Elements mit dem fremden griechischen verraten. L. nannte daher diese Skulp⸗

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 941Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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