Adamaua (Häudama, von den Eingeborenen häufiger Fumbina genannt), grosses Reich im südöstlichen Sudan, das vom Binuö durchströmt wird und ungefähr mittwegs zwischen der Bai von Biafra und dem Tschadsee liegt. Englische Reisende verweisen es zwischen den 7. und 11.° nördl. Br. und 11. und 16.° östl. L. v. Gr. Seine Grenzen sind kaum bekannt; seine Grösse wird verschieden angegeben: deutsche Reisende haben sie auf 130000 km geschätzt; Engländer geben A.’s Ausdehnung von Nordwest nach Südost auf 200 engl. Meilen bei einer Breite»von 70—80 Meilen. Der Boden soll fruchtbar und gut bewässert, das Land herdenreich sein. Seine Bewohner sind Fulahs; . sie sind dem Emir von Sokoto tributär; ihre Sprache wird von Dart zu den zahlreichen Dialekten des Massa gerechnet, welche mit den südlichen Negersprachen zusammenhängen sollen. Hauptort von A. ist Yola (s. d.). _ As wird schon von Ibn- Said (mitte des 13. Jahrh.) und von Makrisi (ausgangs des 14. Jahrh.) in ihren Reiseberichten Erwähnung gethan. Von Europäern drang zuerst der englische Major Denham bis zu seiner Grenze (1824); ihm folgte 1551 Barth, und seinen Feststellungen haben wir besonders zu danken, was wir von A. wissen. Von neueren Reisenden ist besonders Robert Flegel zu nennen, welcher 1878 über die Mündung des Faro in den Binu& hinaus bis tief nach A. vordrang.