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ErdkundeAfrika Hand-Lexikon 1885

Agadir, 1) (das Santa Cruz der Europäer), Küstenstadt des südlichen Marokko, am Atlantischen Ozean, ca. 2 Stunden nördlich von der Mündung des Ued-Sus, 7—8 Stunden südöstlich vom Kap Ghir gelegen (von Arlett in den 30.% 26‘ nördl. Br. und 11." 56‘ östl. L. v. Par. verwiesen). Die Stadt erhebt sich auf einer Anhöhe (200—250 m hoch) und ist von Mauern umgeben. Rohlfs, der 1862 hier war, schätzt ihre Einwohnerzahl auf ca. 1000 Köpfe. Sie wurde von den Portugiesen ausgangs des 1). Jahrh. angelegt, 1536 aber vom Seheritf Mula Ahmed erstürmt und ist seitdem ununterbrochen in marokkanischem Besitze geblieben. Seine Rhede gilt als die beste der Küste von Marokko, ist aber europäischen Schiffen verschlossen. Seine einstige Handelsgrösse hat es an Mogador abgegeben. — 2) Früher auch der Name von Tlemssen und für die Insel Arguin.

Afrika Hand-Lexikon. Ein Nachschlagebuch für JedermannVon Paul Heichen, Leipzig: Gressner & Schramm 1885 · Bd. 1, S. 94Scan: Staats- und Universitätsbibliothek Bremen · gemeinfrei

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