Angad, 1) mächtiger Berberstamm, dessen Wohnsitze in den Gebieten der algero-marokkanischen Grenze liegen. Die auf dem Hochplateau von Oran, im Süden von Tlemssen bis zu den Schotts, wohnhaften A. heissen die A. Cheragha („die östlichen‘); sie zerfallen in elf Unterstämme: die Ulad-Sidi-Kalifah, die Beni-Matar, die Kharidj, die Ulad-Belagh, Ulad-Hamel, Ulad-Ali-ben-Hamel, Ulad-Ali-ben-Talha, Ulad-Ahmed-ben-Ibrahim, Uladen-Nhar, die Beni-Hamlin, die Matar-Räs-el-Mä, und die Haschaich oder Aschekh; — auf marokkanischem Gebiet die „A.-Charaba“ („die westlichen‘); zu ihnen gehören die A. des „Tell“, die wieder in die Unterstämme der Ulad-Haia, Ulad-Riah, Djouidat, Dui-Yahia, Medjahad und Melluk zerfallen. — 2) Die Wüste zwischen Uschda und Theza (Nordwestafrika).