Assuän (das Syene des Altertums), Stadt in Ober-Ägypten, die südlichste des eigentlichen Vizekönigreichs Ägypten, am rechten oder östlichen Ufer des Nils und an der Grenze von Nubien gelegen, 932 km südsüdöstlich von Kairo (24% 5’ 23“ n. Br. und 30° 30° 18" östl. L. v. Par... — Bis A., wo die letzten Katarakte des Nil zahlreiche Granitinseln, darunter die aus dem Altertum berühmten Elefantine (jetzt Geziret-ez- Zaher) und flussaufwärts Philä mit den Ruinen des Osiris- und Isistempels, bilden — verkehrennoch grössere Dampfer regelmässig; von A. südwärts ist der Schiffsverkehr nach den oberen Nillandschaften, aber mit kleineren Fahrzeugen, ein sehr lebhafter. Auch ist A. Ausgangspunkt für Karawanen nach den Oasen in der libyschen Wüste. — A.s jetzige Bevölkerung ist ein sonderbarer Mischmasch von Barabras, Fellachen, Ababdehs, Albanesen, Türken und wohl auch einigen Kopten; sie wird auf 3000—4000 Seelen geschätzt. Haupterzeugnis ist die Dattelfrucht, welche in beträchtlichen Mengen nach Kairo geführt wird. Gegenüber von A., am linken Nilufer und oberhalb der Insel Elefantine, liegt Gharbi-Assuan (oder West-Assuän); seine Lage entspricht ziemlich genau derjenigen des Contra-Syene der Alten; es bestent im wesentlichen nur mehr aus einem alten Koptenkloster.