Benguella, 1; grosses Land an der Westküste Südafrikas, in portugiesischem Besitz; es grenzt im Norden an Angola, von welchem es durch den Quanza geschieden wird. Seine vom Atlantischen Ozean bespülte Westküste zieht sich S50—1100 km entlang, etwa vom. 9. bis zum 16. südl. Br. Es wurde 1486 durch Bartolommeu Dias entdeckt, dessen Säule noch jetzt am Kap Negro zu sehen ist. Seine Hauptstadt führt den gleichen Namen (oder auch San Filippo de B.; siehe 2). B. bildet eine Dependenz von Angola. Es ist eingeteilt in zwei Presidios: B. und Kakonda, diese wieder in 7 Distrikte: Bailundo, Domb& grande da Quinzamba, Hamb6, Galangwe, Quilengues e Sambos und Quilengues e Huita und Bihe. Bewohnt wird es von den heidnischen Kimbunda-Negern (Fetischanbeter u. Anthropophagen). Das Klima wird als nicht ungesund geschildert. Der Boden ist äusserst fruchtbar (Palmen, Südfrüchte, Wein, Bananen, Maniok, Zuckerrohr), das Land reich an Mineralien. Von wilden Tieren kommen vor: Hyänen, Löwen, Antilopen, Ele fanten. —2) (San Filippo de) B., oder Neu-B., Hauptstadt derportugiesischen Besitzung B., in ziemlich gleicher Entfernung vom Quanza und vom Kap Negro (dem nördlichen und südlichen Endpunkte der Küste), unter 12030‘ südl. Br. und 11° östl. L. v.-Par.,, in einer freien Ebene, dicht am Meere, nahe der Mündung der Catumbola in die Bahia das Vacas gelegen. Einige Meilen landeinwärts wird es von einer hohen Hügelkette umgrenzt. Die Stadt ist weitläufig gebaut, hat gute Häuser und Läden. Zur Zeit des Sklavenhandels war sie Hauptmarkt für denselben. Ihre Einwohnerzahl wird wischen 1500 und 3000 Seelen angegeben.