Angola (N’gola), Land an der Westküste Südafrikas, im weiten (portugiesischen) Sinne die ganze Küste bis zum Kap Lopez und Ogowe, bezw. bis zum Gabon hinauf: eigentlich jedoch nur der zwischen dem Kongo im Norden und Benouella im Süden, vom Gebiet der Molua im Osten biszum Atlantischen Ozean ' reichende Küstenstrich. Die Portu- ” giesen nennen dies Gebiet Küönigreich A.und haben dasselbein sechs Presidios: Muxima, Massangano, Camkambe, Pedro Andongo, Ambaca und San Jose de Engoge) und acht Distrikte (Barra de Dande, Barra de Bengo, Barra de Calumbo oder Llamba, Icollo und Bengo, Zenza und Qulengues, Golunga, Dand& und Dumbos) eingeteilt. Es wird im Norden vom Rio Dande, der es vom Kongogebiet, im Süden vom Koanza, der es von Benguella trennt, begrenzt, erstreckt sich also ziemlich zwischen 160 km), während es von West nach Ost 600 km messen mag. An der Küste eben, steigt es je weiter nach dem Innern, zu desto höherem Gebirgsland auf. Das Klima ändert sich im nämlichen Verhältnis. Welwitsch, ein deutscher Naturforscher, welcher 1855 von der Lissaboner Regierung mit der botanischen Erforschung A.s betraut wurde, unterscheidet drei Regionen: 1) die Küstenzone bis zu den Abhängen des Gebirges (mittlere Höhe 325 m); 2) die Hochwaldzone bis zu 800 m, und 3) die Dschungelnzone bis zu 1000—1100 m. A. wird zwischen den beiden, seine Grenzen ziehenden Strömen von zahlreichenFlüssen bewässert: der beträchtlichste ist der in den Atlantischen Ozean mündende Bengo; von Nebenflüssen des Koanza sind der Lombe und der Lukalla die bedeutendsten. Seine Bevölkerung, die auf 300 000 Seelen geschätzt wird, besteht zum weitaus grössten Teile aus Schwarzen (1867 weilten hier 1500 Europäer und 32000 Mestizen). Uber die Angolaneger vergl. man den Artikel Kongo. A. ist reich an Mineralien, (Gold, Eisen, Blei, Kupfer ete.), Elfenbein, Angolaholz, Wachs, Kopalgummi, Palmöl, edlem Holz, wie an >üdfrüchten aller Art. Auch reissende Tiere sind in Menge vorhanden. Hauptstadt ist: Sao Paolo de Loanda (s. Loanda). Vergl. Gola.