Cunene, Fluss des west]. Südafrika, mündet unter 17° 20’ südl. Br., nachdem er Benguela von ostwärts durchflossen, in den Atlant. Ozean. Seine Mündung wurde 1824 von dem Engländer Chapman zwischen dem 17. und 18.° entdeckt. Er wurde sodann 1854 von dem Portugiesen Fernando da Costa, 1867 von dem Schweden C. J. Anderson mit Francis Galton, auch von den Missionären Hahn und Rath zu erreichen erstrebt,. und der Elefantenjüger Green erreichte ihn nach zwei Versuchen 1859 und 1860, endlich 1866 mit Smuts und John Pereira. Im Novbr. 1878 zogen die portugiesischen Seeoffiziere Lima, Queriol und Silva von Mossamedes aus über Land nach dem C., und nahmen seinen Unterlauf auf, im selben Jahre erforschten auch J. Brohado und A. F. Nogueira, sowie 1882 — 83 Lord Mayo sein Ufer. Seine Mündung ist durch eine Barre gesperrt, welche nur während des Hochwassers den Zugang gestattet. Der Unterlauf weist einige Fülle und Stromschnellen auf, bei Humbe nimmt er den Cacullo Balle auf, nachdem er schon vorher den Kalisse und den Kingolo aufgenommen hat. Es gilt als nicht unwahrscheinlich, „dass dem C©. die Rolle des Ogowe aufbewahrt ist, dass er nämlich, ähnlich wie dieser zum Kongobecken, den Zugang zu den Reich: tümern des Sambesi-Beckens zu bilden vermöchte“ (Falkenstein).