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ErdkundeAfrika Hand-Lexikon 1885

Djuba (Djeb, Djob, Jub, Juba, arab. Vumbo), Fluss Ostafrikas, auf d. Grenze zwischen den Sanguebar-Suaheli und den Somali. Seine Mündung liegt kaum 14 Min. südlicher als der Äquator (400 18° 51“ östl. L.. Der D. kommt von Nordwest, aus den Galla-Bergen und fliesst an Berdera, der Hauptstadt der Somali Rahanuin, vorüber. Die weiter unten, eine knappe Stunde von der durch eine Sandbarre verschlossenen Mündung gelegene Stadt D. ist nur eine Gruppe von etwa 50 Hütten. Sein Lauf ist noch zum Teil unbekannt. Der Chedive entsandte 1875 eine Expedition zur Erforschung des D., an welcher der franz. Oberst Chaille-Long teilnahm ; dieselbe drang 278 km über die Mündung vor, wurde aber leider zurückberufen, bevor sie ihr Ziel erreicht hatte. Der D. hat eine traurige Berühmtheit erlangt durch das Schicksal der Decken’schen Expedition, die im Frühjahr 1865 zur Erforschung des D. von der Ostküste aufbrach, am 15. Sept. Bardera erreichte, dort aber Ende Sept. bis auf fünf Buropäer und sechs Neger, denen es gelang, Sansibar zu erreichen, von den Somali erschlagen wurde.

Afrika Hand-Lexikon. Ein Nachschlagebuch für JedermannVon Paul Heichen, Leipzig: Gressner & Schramm 1885 · Bd. 1, S. 349Scan: Staats- und Universitätsbibliothek Bremen · gemeinfrei

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