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ErdkundeAfrika Hand-Lexikon 1885

Dongola, Land im untern Nubien, welches heute das nördlichste Gebiet des ägyptischen Sudan bildet. Es erstreckt sich zu beiden Ufern des Nils vom Dar-Mahas im Norden bis zum Dar-Schaikieh im Südosten, über eine Strecke von 260 km, fast zwischen 19042‘ und 18° nördl. Br. Seine Bevölkerung schätzte Munzinger 1874 auf 250000 Seelen (Araber, aus dem Hedjas gekommen, und Berabras, die Nachkommen der alten Äthiopier). Die alte Hauptstadt (D.), welche Burckhardt noch 1813 bezüglich ihrer Grösse mit Der in Vergleich stellte, war auf dem rechten Nilufer gelegen, ist jetzt verlassen und hat an Neu-D., 25— 96 Stunden stromabwärts, also nördlicher, seine Grösse abgetreten; 1821, als Cailliaud und Letorzec sie besuchten, hatte sie noch einige Reste ihrer ehemaligen Machtstellung bewahrt; 1838 aber fand schon Russegger an ihrer Stelle nur noch einen Ruinenhaufen. Dodo, Fluss an der Westküste; mündet westlich vom Niger in die Bai von Benin. Seiner Mündung ist die kleine Walker-Insel vorgelagert. Doktor-Creek, kleiner Wasserlauf auf der westlich von der Mündung des Lungasi, östlich von der des Kamerun gelegenen Malimba-Insel. Dolphin, Kap an der Küste von Gross-Namaqua-Land, südlich von der Spencer-Bai. Dome, Ort am östl. Ufer des Niger, an der Einmündung des Wari.

Afrika Hand-Lexikon. Ein Nachschlagebuch für JedermannVon Paul Heichen, Leipzig: Gressner & Schramm 1885 · Bd. 1, S. 351Scan: Staats- und Universitätsbibliothek Bremen · gemeinfrei

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