
Geba (Rio) [auch Jeba geschrieben], Fluss Senegambiens (Westafrika). Er ist in seinem Laufe fast noch unbekannt, entspringt (nach Hecquard) im Norden von Futa-Djalon, zwischen den Landschaften Kaman und Kabu und mündet, dem Archipel der Bissagos gegenüber, ziemlich unter 11° 45' n. Br., in einem weiten Ästuarium in den Atlantischen Ozean. Die Portugiesen besitzen hier eine gleichnamige Faktorei am rechten odernördlichen Ufer des Flusses, ca. 137 km von seiner Mündung. Auf einer grossen, links vom Eintritt des G. in das Ästuarium, also auf dem rechten Ufer des Flusses, belegenen Insel Bissao (oder Bisso) liegt das 1696 errichtete portugiesische Fort Säo Jose oder Bissao (Bisso), fast unterm 11.° 50’ n. Br.; dasselbe ressortiert von der Provinzialverwaltung auf den Kapverdischen Inseln und besteht aus dem genannten Fort und den weiter im Innern, im Mandingolande befindlichen Presidios Fa und Geba. Zwischen Fort Bissao und der ebenfalls im G.-Ästuarium gelegenen Insel dos Feticeiros befindet sich eine vortreiiliche Rhede mit gutem und sicherm Ankergrund. Der Ackerbau der Eingeborenen beschränkt sich auf Reisgewinnung.