Ghattas, ein koptischer Kaufmann in Chartum, der einen bedeutenden Sklaven- und Elfenbein-Raubhandel in den Landschaften westlich vom Weissen Nil treibt. Seine Seriba (Niederlassung) liegt im Gebiete der Dschur-Neger zwischen den Flüssen Tondj und Dschur (7%15‘ nördl. Br. und 28025' östl. L. v.. Gr.). 1863 suchte ihn Carlo Piaogia auf und dingte Leute von ihm, in deren Begleitung er als erster Europäer bis in das Gebiet der menschenfressenden Niam-Niam vordrang, und die ihn im März 1865 aus Tombo, wo er sich über ein Jahr aufgehalten, wieder nach Chartum zurückholten. Seitdem ist @.’s Unterstützung mehrfach von Reisenden gegen Zahlung in Anspruch genommen worden, unter anderen 1868 von Schweinfurth, den G. durch seine Leute vom 5. Jan. 1869 bis 21. Juli 1371 durch das Dschur-Gebiet und die Bongoländer zu den Niam-Niam und den Monbuttu, bis an den Uällefluss und wieder nach Chartum führte, In der @.’schen Seriba büsste Schweinfurth auf der Rückreise durch eine Feuersbrunst fast alle seine Aufzeichnungen und Sammlungen, sowie einen grossen Teil seiner Habe ein. Auch Giovanni Miani stand zu @. in Beziehung; als der Reisende Ende 1872 im Lande der Monbuttu einer Krankheit erlag, brachten @.’s Leute seine Papiere, sowie von ihm angekaufte Knaben vom Zwergvolk der Akka nach Nubien.