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Handwerk & GewerbeAfrika Hand-Lexikon 1885

Gle, Lagune an der Zahnküste. Ihr nördliches Ufer wird von den Pai-pi-bri, einem nigritischen Volk von verhältnismässig heller Hautfarbe, bewohnt. Auf dem südl, Ufer, zwischen der Lagune und dem Ozean wohnen die schwarzhäutigen Grebo oder Glebo, nach deren Aussage die Lagune 7 km breit ist. Diese letz- ‘teren befahren die Lagune bis oberhalb Biribi und Cavalli, dürfen aber das Südufer ebenso wenig verlassen, wie die Pai-pi-bri das Nordufer. Doch haben sie gewisse Handelshäfen oder Märkte gemeinsam, wo sie Stoffe, Tabak, Pulver, Schnaps und Rum (welche die Grebos vom Guineabusen herüberführen) gegen Elfenbein (das die Pai-pi-bri aus dem Innern zur Stelle bringen) austauschen. In die Lagune sollen, von dem Kong-Gebirge herkommend, der Rio Frisco, der Saint-Andr6-, Biribi- und Cavalli-Bach münden. Am Südufer der Lagune ist eine berühmte Stätte von Fetischweibern, Bulingbe genannt.

Afrika Hand-Lexikon. Ein Nachschlagebuch für JedermannVon Paul Heichen, Leipzig: Gressner & Schramm 1885 · Bd. 2, S. 485Scan: Staats- und Universitätsbibliothek Bremen · gemeinfrei

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