FeedGrebo oder Gedebo (unrichtig Krebo)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Grebo oder Gedebo (unrichtig Krebo), der Name eines afrikanischen, zur Negerrasse gehörenden Volksstammes, als dessen Centrum die Gegend um Cape Palmas an der Westküste Afrikas betrachtet werden kann. Nach einer einheimischen Tradition sind die G. aus dem Innern des Landes in die Küstenstriche vorgerückt. Die G. hängen mit den nordwestlich wohnenden Krus und den noch weiter nördlich wohnenden Basas aufs innigste zusammen, sodaß die Sprachen dieser drei Stämme beinahe für Dialekte einer einzigen Sprache gelten können. Alle diese Völker, namentlich die G. und Krus sind tüchtige Seefahrer und Handelsleute, die deshalb auch einerseits über Liberiga hinaus, andererseits auf Fernando Po und den benachbarten Küsten 16 und alle werden. Vom kulturhistor. Standpunkte sind alle diese Stämme von den übrigen Negerstämmen nicht viel verschieden. Die Gesamtzahl der G., Krus und Basas beträgt etwa 250000. Vgl. Payne, «A dictionary of the G. language (Poilad. 1867); Friedr. Müller, Die Sprachen Basa, G. und Kru im westl. Afrikav (Wien 1877). Greo (frz., Femininum: Grecque), Grieche, Griechin; griechisch; auch falscher Spieler, Betrüger.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 322Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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