Kamolondo (Kamorondo), Wasserläufe und Seeen im Gebiet des obern Kongo oder Zaire. Die ersten Berichte derselben brachte Livingstone, welcher sich folgendermassen über sie aussprach: „Der K.-See misst ungefähr 25 Meilen (40 km) in der: Breite. Er nimmt den Lufira auf, dessen Breite bei Katanga der Tragweite eines Pfeilschusses gleichkommt. Östlich von der Einmündung des Lufira liest Tschakomo; Kilonse-Kalansa und die Mkanas (die unterirdischen Wohnungen) liegen nach Westen; einige dieser letzteren liegen nur zwei Tagereisen von Katanga, das zehn Tagereisen von Komolondo entfernt ist.“ Die späteren Forscher, besonders Cameron, haben genauere Berichte gebracht, obgleich auch sie nur auf Erkundigungen bei -Eingeborenen beruhten. Nach Camerons Bericht entspringt der Kamolondo-Fluss (der bisweilen auch Lualaba genannt wird), aus dem Kassali- oder Kikondja-See und fliesst nach Nordosten, um unter 6° südl. Br. in den Lualaba Webb’s, des obern Laufs des Kongo, zu münden. Es ist indes richtiger, den K. eine fortlaufende Reihe von Seeen (Kowamba, Kahando, Ahimbe, Bembe und Siwambo) als einen Fluss zu nennen. Die einzelnen Seeen stehen unter einander in Verbindung und werden durch Flüsse gespeist, welche auf dem Urua-Gebirge im Südosten entspringen.