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ErdkundeAfrika Hand-Lexikon 1885

Kiama, Stadt im Reiche Borgu (südlicher Sudan), etwa 500 km nordwestlich von Lukodje, der englischen Handelsniederlassung am Zusammenflusse des Benu& mit dem Niger. Nach Clapperton in 9° 37‘ 33” n. Br., 3° 2° 41“ östl. L.); 30 000 Einw. — 2) Eine grössere Insel der Witu-Gruppe (Ostafrika), wenige Stunden Fahrt von der Mündung des Djuba entfernt. Die gleichnamige Ortschaft auf derselben hat ausser einer Moschee nur einige wenige Steinhäuser. Der Rest sind Lehmhütten, das Fort ist nur noch ein Trümmerhaufen. Die Bevölkerung baut Bananen und Wassermelonen. Auf den wunbebauten Flächen der Insel ist ausser wenigen vereinzelten Bäumen ein spärlicher Graswuchsvorhanden, kaum genügend zum Futter für das Vieh, welches die Inselbewohner von den Somali eintauschen. Scharen von Wasservögeln beleben das sandige Ufer. Man trifft Zwergantilopen, Tauben und Perlhühner an.

Afrika Hand-Lexikon. Ein Nachschlagebuch für JedermannVon Paul Heichen, Leipzig: Gressner & Schramm 1885 · Bd. 2, S. 709Scan: Staats- und Universitätsbibliothek Bremen · gemeinfrei

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