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ErdkundeAfrika Hand-Lexikon 1885

Kuito, ein Zufluss des Cubango, welcher kurz vorher den von Osten kommenden Kuanavare aufnimmt /Serpa Pinto). Kuta (Kukawa), 1) Benennung des Aftenbrotbaumes (Adansonia digitata) im zentralen Sudan. — 2) Hauptstadt des Reiches Bornu (Innerafrika), „am westlichen Gestade des Tschad-Sees; 19—16 m über dem Niveau desselben; 12% 55° 14‘ nördl. Br., 110 3: 50% östl. L. (Vogel, Dem genannten Reisenden verdanken wir die genaue Bestimmung der Lage von Kuka. — K. besteht eigentlich aus zwei Städten: der östlichen (Billa Ghedibe) und der westlichen (Billa Futebe). In der erstern befindet sich der Königspalast und die Gebäude der Hofbeamten. In der zweiten wohnt das Gros der Bevölkerung. Diese Doppelstadt besteht nur erst seit 1847 oder 1848. Das frühere Kuka, welches von Denham und Clapperton (1822— 23) besucht wurde, ist 1846 durch die Armee von Wadai zerstört worden. Gerhard Rohlfs besuchte K. 1866 und Nachtigal 1870—71. Die letzteren beiden Reisenden schätzen die Bevölkerung der Doppelstadt auf 60000 Seelen, und auf eine .mindestens ebenso grosse Anzahl von Leuten, die ausserhalb der Mauern wohnen.

Afrika Hand-Lexikon. Ein Nachschlagebuch für JedermannVon Paul Heichen, Leipzig: Gressner & Schramm 1885 · Bd. 2, S. 804Scan: Staats- und Universitätsbibliothek Bremen · gemeinfrei

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