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ErdkundeAfrika Hand-Lexikon 1885

Korti, Dorf in Nubien, 180km südöstlich von Dongola, am linken Nilufer, nahe der Stelle, wo der seit Abu-Hamedsüdwestlichlaufende Fluss seinen Lauf wieder nach Norden biegt. Hier hatte General Wolseley (1884 bis 85) das Hauptquartier der englischen ‚Armee aufgeschlagen. Eine Karawanenstrasse schneidet von hier huri- 1 aus durch die Bajudasteppe, die in er- 4 dem grossen Bug des Nils liegt, und nek- # erreicht den Fluss wieder bei Elbe- 1 Metammeh gegenüber von Schendi, der- 1 Koruiba, Dorf imnördl. Hereroland. Im’ Korumbalia (Gorumbelia), Flecken ah | im nördlichen Tunisien, 39 km süddie # östlich von Tunis, an der Strasse von etzt, | Hammamet, in dem Tieflande, welches rere 1 sich vom Golf von Tunis nach dem se # Golf von Hammamet, zwischen dem 7öl- 8 Gebirgsstock von Tunis-Zaphouan und RK. 4 der Halbinsel des Kap Bon erstreckt; itsi,. A 1000-1200 Einwohner; fruchtbarer olo, F Boden, Olivenhaine; Olfabriken. ino, AH Koruru, Land eines kannibalischen leri, Stammes, an der Mündung des mäch-E tigen Aruwimi in den Kongo. Derah f selbe griff auf Stanley’s erster Kongoken fahrt das Geschwader desselben mit lich E einer stark. bemannten Flotte erstaunint- der hitzigsten Gefechte hervor, die hde, F Stanley zu bestehen hatte. m- # Korvie River, Küstenfluss des Kar 3 Kaplandes, mündet nach kurzem Lauf als # in den Port Alfred. aus | Kosi, Ort im Griqua-Lande gegen ım- #4 Kuruman zu. Von I Kossasse, ein blassgrüner Strauch ara- | (von Rohlfs in den Sudanländern angen | getroffen). hen | Kosseir Bakhanes, Ort im Distr. den | Farchut der ägypt. Prov. Kena. ebt, F Kosseir (von den Franzosen Quoung Fi geir geschrieben) [das Wort bedeutet de # Schloss“], Hafenstadt in Oberägypten, der E vom Hauptorte derselben (Keneh), am Nil- 1200—1500 Einwohner. — Die Stadt seit liest an einer Einbuchtung, welche us. M kaum den Namen Bucht oder Bai bot. verdient. In dieselbe mündet ein N84 sehr flaches Wadi (Wadi Ambagui), ng- welches von den in Entfernung von ine b km nach Westen zu gelegenen \jer Höhen herabkommt und sich zur Zeit der Winterregen hier und da. mit einer ungeheuren Masse Wasser füllt. Korallenbänke, welche der Küste vorgelagert sind, bilden eine: Art natürlichen Molos, in dessen Schutze die Barken von mittlerer Grösse ziemlich dicht bei der Stadt Anker werfen können. Die grösseren Schiffe gehen ausserhalb der Bänke vor Anker, Vom Meere gesehen, zeigt Kosseir einen ziemlich günstigen Anblick mit seinen vier Moschesir und seinen weissen Erdhäusern. Die Strassen sind schmal, wie in allen Städten der heissen Länder des Orients, aber sauber und regelmässig. Die Zitadelle, welche durch lan Sultan Selim gebaut wurde, liegt auf einer Höhe ausserhalb des nordwestlichen Teiles der Umwallung. Sie ist mit einigen Geschützen bewaffnet, die durch die französische Expedition dort gelassen wurden. Die Bevölkerung setzt sich aus Ägyptern und Arabern aus dem Hedjas zusammen. Die sind sämtlich Handelsleute, Lotsen und Fischer, K. ist ein Zwischenhandelsplatz. Die Hauptquelle seiner Einkünfte bildet die Getreideausfuhr von Ägypten nach Arabien, und die Einfuhr von dort bestand vornehmlich in Reis, Kaffee, Gewürzen, Gummi etc. Die Stadt war auch Einschiffungsstation für Mekkapilger. Aber die Eröffnung des Suezkanals und die ägyptischen Eisenbahnen haben diesen Handel ruiniert. Die Bevölkerung, welche sich auf ziemlich 7060 Einwohner belief, nimmt seitdem fortwährend ab; der Ort schreitet sichtlich zurück. Das grösste Hindernis für das Gedeihen Kosseirs ist der Mangel trinkbaren Wassers. Das Regenwasser hält sich schlecht in den Zisternen und das von den Bergen herabgeschleppte ist schlammie. Die Umgebung von K. ist kahl u. öde. Was man gewöhnlich „Alt-Kosseir* nennt, ist ein Ruinenplatz etwa 6km nördlich, an einem andern Wasserlaufe der Küste, dessen Mündung durch Sandmassen versteut ist. Man vermutet in den Ruinen den Philoteras Portus od. Albus Portus der Alten.

Afrika Hand-Lexikon. Ein Nachschlagebuch für JedermannVon Paul Heichen, Leipzig: Gressner & Schramm 1885 · Bd. 2, S. 782Scan: Staats- und Universitätsbibliothek Bremen · gemeinfrei

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