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ErdkundeAfrika Hand-Lexikon 1885
Ozumbu zakaundya

Ozumbu zakaundya, Dorf der Ovaherero, am Südufer des Omurambaua. Paarl, Hauptort des weinbauen- strikt der den Distrikts „Paarl und Wellington“ [1.] Provi der engl. Kapkolonie; etwa 5000 E.; Er wird 38 engl. Meilen von Kapstadt ent- Berg-Kiru fernt und mit ihr durch Schienen- am meisten strang verbunden; zahlreiche Land- der Kapk häuser mit hübschen Gärten. — 660 engl. Sehon im 18. Jahrhundert bestand Paarl (s. « hier eine Ansiedlung, die besonders kenstein v französische Hugenotten beherbergte. wein geba Paarl und Wellington, 4. Di- Pachecı scher Kapitän, welcher 1861 die im in welch Jahre 1836 aufgegebene und von schreibun den umwohnenden feindlichen Stäm- seine Aufı men- bald darauf zerstörte Station im Archir Zumba am Mittellaufe des Sambesi 1882 in] wiederaufrichtete. Er führte in den Dr. Alme Monaten Dezember. 1861 bis März („Peterm. 1862 den Marsch von Tete aus durch Pacho, die feindlichen Gebiete und ver- taniker u stand die Eingeborenen durch fried- geb. 179: liche Mittel zur Einwilligung zu be- nach Ale stimmen. Das ausführliche Tage- vielen M buch: Una viagem de Tete ao Zumbo, Unterstüt inz); 1875: 18114 Einw. vom grossen und kleinen r durehflossen und ist der n Wein erzeugende Distrikt :olonie (Gebietsumfang ca. d.) — Im Thale von Drawird der beste weisse Kapo, Alb. Man., portugiesinaraland. ıem er besonders der Beıg von Land und Leuten merksamkeit widmete, wurde v von Tete aufgefunden und Mozambique durch Sekretär ida da Cunha veröffentlicht . Mitth.“ 1884, 3. Heft). ® ‚ Jean Raymond, franz. Boınd auch ein guter Zeichner, 4 in Nizza, begab sich 1813 xandria und bereiste unter ühen und Entbehrungen mit tzung des englischen Generalkonsuls Salt Ägypten und dann seit 1524 die Libysche Wüste, wo er über Siwah nach dem schwer. zugänglichen und damals noch unbekannten Kyrenaika vordrang. Die Pariser Geographische Gesellschaft verlieh ihm für diese Leistung einen Preis. Er starb 1829 in Paris durch Selbstmord; hatte veröffentlicht: „Re- ‚lation d’un voyage dans la Marmarigue, la Cyrenaique et les Oasis dAudjilah et de Maradde 1824 bis 1826*. Padda-padda, s. Parra-parra-Fest. Padrab, Landspitze an der Mündung des Kongo; s. Frangaise. Pagasi heissen an der Ostküste die Träger, welche für die nach dem Innern gehenden Karawanen angeworben werden. Sobald ein Kaufmann dort eine Karawane bilden will, macht er ein Chambi, d. i. einen Lagerplatz und pflanzt in demselben eine Fahne auf. Das ist das Zeichen, dass Leute als Träger gesucht werden. Direkt wird niemand aufgefordert, weil sonst der Unternehmer für jeden Unfall, der einem Träger zustösst, verantwortlich wäre, aber es strömen ohnehin stets Leute genug herbei. Der Kaufmann wählt einen des Weges kundigen Mann, einen Kirangosi als Führer; die Ladungen werden unter die Träger verteilt, wobei höchstens 70 Pfund: auf den Mann entfallen dürfen, Auf dem Kopf trägt der Pagasi nur leichte Gegenstände, z. B. Glasperlen. Mit dem Tagesgrauen wird aufgebrochen, nachdem man sich vorher an einem Feuer gewärmt hat. „Der Lärm ist gross, man trommelt und pfeift, bläst auf dem Horn einer Kudu-Antilope, reisst die Zelte nieder und der Kirangosi entfaltet; eine blutrote Fahne, damit jedermann davon abnehme, dass er von Sansibar gekommen sei; dicht hinter ihm geht ein Pagasi und schlägt eine Kessel- ‚pauke. Der Kirangosi trägt ein Scharlachtuch und auf dem Kopfe hat er ein über die Schultern herabhängendes Affen- oder Katzenfell, während sein wolliges Haar mit Eulen- oder Kranichfedern verziert ist. Als Zeichen seines Amtes trägt er einen Kipungo, d. h. einen mit Perlen verzierten Tierschweif. So führt er den ganzen Zug und niemand darf ihm vorausgehen. Die Karawane windet sich wie eine unseheure Schlange über Hügel und Thal, durch Wald und Feld; ein Mann geht hinter dem andern. Zunächst dem Führer gewahrt man die mit Elfenbein schwer Beladenen, denn sie sind die Vornehmsten in der Schaar; mit den Pagasi, aber in 'abgesonderten Gruppen, gehen die bewaffneten Sklaven, welche niemals ihr Gewehr ablegen; gewöhnlich ist auch ein heiliger Mann, Meanga, -Wahrsager, Regenmacher mit bei der ‚Karawane, dieser aber trägt nur ein -leichtes Gepäckstück.“ Die Kara- ‚wanen zählen selten mehr als 300 Mann, weshalb sich an gefährlichen Stellen mehrere vereinigen, um Angriffe leichter abwehren zu können. Dreierlei Karawanen verkehren zwischen der Ostküste und dem Tanganika. Die einen sind ausschliesslich aus Uniamwesi gebildet, andere stehen unter der Leitung freier Suaheli oder werden von Fundi (Faktoren), Sklaven arabischer Händler, geführt; die dritten werden von den arabischen Händlern selbst geleitet.

Afrika Hand-Lexikon. Ein Nachschlagebuch für JedermannVon Paul Heichen, Leipzig: Gressner & Schramm 1885 · Bd. 3, S. 1039Scan: Staats- und Universitätsbibliothek Bremen · gemeinfrei

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