Pangani, Fluss auf der Sansibarküste (Ostafrika), in seinem mittlern Laufe auch Rufu genannt; entspringt an der Südseite des Kilimandscharo aus mehreren Quellflüssen (Wewiweri, Gona und Lomi), nimmt links den Mkomasi und Luere auf und mündet nach einem Laufe von 70 Meilen unter 5% 30° südl. Br. in den Indischen Ozean. Er ist mehrere Meilen aufwärts schiffbar und bildet daher einen bequemen Zugang zu den Landschaften Usambara u. Usegua. Weiterhin liegen in seinem Bette zahlreiche Inseln, und Wasserfälle (s. d. Abb. Seite 1057) setzen der Schiffahrt eine unüberwindliche Grenze. Das Land am Flusse ist fruchtbar, liefert viel Mais und Reis, und die Eingeborenen sind im Besitze grosser Herden von Rindern, Schafen und Ziegen. Durch die am südlichen Ufer wohnenden Wasegua (Bewohner von Usegua) sollen auf ihren Raubzügen viele Dörfer u. Pflanzungen zerstört worden sein, die sich früher am nördlichen Ufer befanden. Der Pangani bildete die Nordgrenze der ersten Erwerbungen der deutschen ostafrikanischen Gesellschaft. Seit der Erwerbung von Usambara, Para u. s. w. fliesst er von seinen Quellen bis fast zur Mündung durch unter deutschem Schutze stehendes Gebiet.