FeedKingani
ErdkundeAfrika Hand-Lexikon 1885

Kingani, Fluss im östlichen Afrika, dessen Mündung in dem die nase bar-Insel vom Kontinent teilenden Kanal erfolgt, wenig nördlich von der kleinen Stadt Bagamoyo (6° 22' s. Br.). Der Name stammt von dem Suaheliwort Kingani, welches sowiel wie „Mündung* bedeutet. Ein kleines, an seiner Mündung gelegenes Dorf führt gleicherweise den Namen Kingani. In Bagamoyo wird der Kiugani auch Mto (soviel wie „Fluss*) genannt, Er ändert seinen Namen je nach der Sprache der verschiedenen Stämme, deren Gebiet er durchläuft. So führt er, 12 km weiter oben, bei den Wasaramos, den Namen Rufu („Fluss“); die Wakami nennen ihn Mbesi,' welches die nämliche Bedeutung hat. Dieser Fluss entspringt in den Kufuta-Bergen (in Khutu), welche mit den Mkambaku-Bergen im Nordosten und den Rubeko-Bergen im Nordwesten eine Gruppe bilden. Der K, und seine Zuflüsse bewässern rechtsseitig die Landschaften Khutu und Usaramo, links Ukami und Ukwere, Er ergiesst sich & km nördlich von Bagamoyo ins Meer. Seine Zuflüsse sind zahlreich, aber keiner von ihnen ist bedeutend. In Gungu (702's.Br,, 360 17° östl. L.), 80 km von Dar-es-Salam, ist er 70 m breit. Nach Stanley wird der K. durch den Zusammenfluss der Meeta mit dem Ungerengeri gebildet, welche beide vom Westhange der Mkambaku-Berge herniederströmen, von denen der erstere sich südwärts wendet, während der zweite, der im nördl. Teile desselben Hanges seinen Ursprung findet, die entgegengesetzte Richtung einschlägt und mit Al) dem Rufu zusammenfliesst, welchen I, Namen der Fluss hierauf bis zu seiner Mündung behält.

Afrika Hand-Lexikon. Ein Nachschlagebuch für JedermannVon Paul Heichen, Leipzig: Gressner & Schramm 1885 · Bd. 2, S. 712Scan: Staats- und Universitätsbibliothek Bremen · gemeinfrei

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