FeedSantiago (Säo Thiao)
ErdkundeAfrika Hand-Lexikon 1885

Santiago (Säo Thiao), 1) die Hauptinsel, zugleich die südlichste der Kapverdischen Inseln (s. d.), ist nach Behm: 966,52, nach Lopes: 1238,92 gkın gross und wird von einer hohen Bergkette durchzogen, welche in dem S, Artonioberge eine Höhe von 4500 (nach Anderen 6500) Fuss erreicht. Der Boden: ist basaltisch ‚mit kalkiger Decke, sehr fruchtbar und gut bewässert. Das Klima ist heiss, die Atmosphäre ungesund und besonders dem Europäer gefährlich. 12 700 Einwohner. Haupterzeugnisse sind: Kaffee, Zuckerrohr, Baumwolle, Wein, Indigo. — Hauptort ist: Villa da Praya in ser ungesunder Lage, mit Sitz des Gouverneurs. Die Einwohnerzahl der Insel steht nicht fest; diejenige von 1873 betrug: 19553 Köpfe. 2) Stadt darauf, gewöhnlich la Cidada genannt, an der Einmündung des Ribeira Grande ins Meer gelegen; Sitz des Bischofs. Ihre Rhede, obgleich sie sehr ungünstig gelegen ist, wird stark besucht. — S. liest in 330 37' geogr. Breite und einer Seehöhe von 535 m; die mittlere Jahrestemperatur beträgt 12.9; der kälteste Monat ist der Juli (6.8), der wärmste der Januar (20.1); die jährliche Summe der Niederschlagshöhe beträgt im Mittel 43 cm.

Afrika Hand-Lexikon. Ein Nachschlagebuch für JedermannVon Paul Heichen, Leipzig: Gressner & Schramm 1885 · Bd. 3, S. 1146Scan: Staats- und Universitätsbibliothek Bremen · gemeinfrei

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