Antonia, Hertzogin von Würtenberg, eine gelehrte und fromme Princeßin und ein Muster aller Tugenden, war denen Künsten und Sprachen sehr ergeben, verstund die Hebräische Sprache, absonderlich die Cabalam der Jüden so wohl, daß sie manchen damit beschämen konte. Henning. Witte in Spicileg. post Messem ad An. 1679. Tom. 2. Diar. Biogr. annex. Ihr vortreffliches Stücke, der so genannte Turris Antonia, der sie als eine Meisterin erkennet, ist in der Kirchen zur H. Dreyfaltigkeit zu Deynach, und wird nicht sonder Verwunderung der Durchreisenden angesehen. Sie starb 1679. in ihrem 66. Jahre den 1. Octobr. Vid. Andr. Caroli Tom. 2. Memorabil. Eccles. Secul. 17. p. 2. l. 8. c. 70. & Imhofs. Notit. Procer. p. 514.
Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 79Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0