Brüste, Seynd diejenigen zwey erhabenen, wohlproportionirten, fleischichten, runden und mit denen gehörigen Mammellons gezierten Vörder- und Ober-Theile des Weiblichen Leibes, wormit sie die Natur nicht nur zur Zierrath, sondern auch zur Säugung und Erhaltung der jungen Kinder, wofern sie anders sich tüchtig darzu befinden, begabet. Mr. Dionis in seiner Anatomie de l’Homme will die mittelmäßigen, weissen und derben vor die schönste Weibliche Zierrath halten. Etlichen Indianischen Weibern wachsen sie fast biß auf den Schos herunter, hingegen findet man auch wieder andere, so selbige können über die Achseln werffen. Die Amazoninnen pflegten sich die rechte Brust abzubrennen, damit sie zum Reiten und Schiessen geschickt würden. Bey denen Eyden, so das Weibes-Volck öfters ableget, muß das Frauenzimmer die zwey Finger auf die lincke Brust legen Carpz. P. 2. C. 16. def. 6.