Crofftin, Elisabeth, ein quackerisches und ertzbetrügerisches Weib, so Anno 1554. in Londen eine solche Betrügerey gestifftet, worein sich kein Mensch zu finden gewust. Denn es schiene, als wenn jemand, aus einer Mauer, in fremden Thon und Stimme, redete und unterschiedliche Dinge propheceyete. Endlich ward befunden, daß es die Elisabeth Crofftin war, welche vermittelst einer Röhre, so darzu absonderlich gemacht war, durch ein Loch der Mauren, auf Anstifften eines Mannes, Dracus genannt, solchen Betrug ausgeübet, welches sie auch vor der gantzen Gemeine bekennen, und deßwegen in der S. Pauli Kirchen daselbst öffentlich büssen muste. Vid. Burnet. Histor. Reform. Angl. l. 3. p. 668. Delrio Disquisit. Mag. l. 4. Tom. 2. p. 154.
Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 395–396Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0