Juliana Erdmuth, Gräfin von Hohenstein, Grafens Johann Ludewigs Gemahlin, eine in der Theologie zwar erfahrne, darbey aber auch dem Fanaticismo ergebene Dame. Die Ursache, worum sie auf dergleichen Irthum gerathen, waren die zwey Schwärmer, Esaias Stiefel und Ezechiel Meth, die sie nicht nur sehr hegte und werth hielte, sondern auch durch Schrifften vertheidigte, massen sie A. 1624. unterschiedliche Verantwortungs-Schreiben deßwegen heraus gab, worinnen sie diese beyden irrigen Männer sehr defendirte. Es wurde aber doch zuletzt solches Nest durch ihren Gemahl zerstreuet, der diese beyden Ir-Lichter verjagete. Vid. D. Schmid. Mulier. Heterodox. §. 31. p. 45. it. Colberg. P. I. Platon. Christ. c. 5. p. 224.
Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 951–952Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0