Hrosvita oder Rosvvita, Helena von: wird auch von etlichen Helena á Kössau genennet, eine edle Sachsin, so im Closter zu Gandersheim gebohren und auch erzogen worden. Eine in vielen Göttlichen und weltlichen Wissenschafften und Sprachen gelehrte Nonne und Poetin, so zu Zeiten Käyser Ottonis II. A. 970. florirete. Trithemius in Catalog. illustr. Viror. p. 129. giebet ihr ein herrliches Lob, dergleichen auch andere gelehrte Männer hin und wieder thun. Conrad Celle hat ihre Opera zusammen zu Nürnberg 1501. heraus gegeben. Worinnen zu finden, 1) Sex Comœdiæ in æmulationem Terentii: nehmlich Gallicanus, Dulcicius, Callimachus, Abraham, Paffnucius, Fides & Spes betittelt; 2) Octo sacras historias versu hex. & pent. nehmlich Historiam B. Mariæ Virginis, Historiam resurrectionis Domini, Historiam & Vitam S. Gangolti, Historiam S. Pelagii, Historiam conversionis S. Theophili, Historiam Passionis S. Dionysii, Historiam Passionis S. Agnetis & Historiam de Ascensione Domini. 3) de Lapsu cujusdam Juvenis per S. Basilium conversi. libr. 1. 4) Ottonis Imperatoris Primi Res gestas. 5) Epigrammata diversa & quasdam non inelegantes Epistolas. Diese Opera aber der Hrosvitæ sind wiederum mit einem Appendice und Præfat. des berühmten Schurzfleischii heraus gekommen. Sie ist mit vielen Elogiis, als von Johanne Dalburgio Bischoffen zu Worms, Martino Pelichio dem ersten Rector in Wittenberg, Itel wolfo à Stein, Johanne Cuspiniano, Caspare Bruschio und anderen mehr, beehret worden.