Grumbachia, Argula, aus dem adelichen Geschlechte derer von Stauffen und Bayrn gebohren, vermählte Frau von Grumbach in Francken, eine devote und sehr gelehrte Dame mit sonderbaren Theologischen Wissenschafften begabet. Sie hat A. 1523. öffentlich eine Schrifft an die Theologische Facultæt zu Ingolstadt ausgehen lassen, darinnen sie die gantze Universitæt wegen Verfolgung der Evangelischen Christen ernstlich straffet, und sie zum Kampff der Religion halber im disputiren ausfodert. Ihre schönen Episteln an Hertzog Wilhelm in Bayern, Vid. Ludov. Rabum im Märtyrer Buche P. 2. p. 375. an Churfürst Friedrich in Sachsen, an Pfaltz-Grafen Johannem, an die Universitæt und Rath zu Ingolstadt, ingleichen an ihren Vetter Adam von Thering, wie nicht weniger etliche deutsche Verse, so an einen Studenten zu Ingolstadt geschrieben, sind noch vorhanden, und voll herrlicher Dinge und wahren Evangelischen Eyfers. D. Luther und Georg Spalatinus haben diese Argulam sehr gerühmet. Vid. D. Joh. Andr. Schmid. in Mulier. orthodox it. Luther. in 9. Tom. Wittenbergischer Schrifften: da sie hingegen der eyfrige Papiste Jacobus Gretserus in seinem Luthero Acad. p. 258. und in defension. Bellarmin. T. I. l. 2. c. 15. aus unzeitigen Hasse Medeam Lutherico & Anabaptistico genio plenissimam nennet.