Kirchnerin, Susanna Magdalena, das begeisterte und bekannte Weib aus Ober-Crossen bey Jena. So unter andern Visionen vorgab, ob wäre stets ein Geist um sie in Gestalt einer Taube, den sie den Boten der Heil. Dneyfaltigkeit nennete, und welcher ihr vom 28. April des 1695sten Jahres biß auff den 25. Junii des darauff folgenden beständig erschienen. Anno 1696. kam von ihr eine gedruckte Relation heraus, welche iedermann bewundern muste. Es hat sich aber endlich solcher Geist wieder abgeführet: woraus man geschlossen, daß es eine blosse Einbildung und betrügliche Phantasey gewesen. Vid. Schelwig. Pietism. Sect. P. II. vers. 13. pag. 236.
Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 1047Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0