Susanna, Von Babylon, eine Tochter Helkia und Jojakims Weib, ein schönes aber doch darbey keusches und gottesfürchtiges Weibesbild, ward zwar boßhaffter Weise von den dazumahl 2. Aeltesten und Richtern des Jüdischen Volcks, so sich in ihre Schönheit vergaffet, und sie bey dem Bad in ihrem Garten, wiewohl umsonst überfielen, angeklaget und fälschlich eines mit einem Gesellen begangenen Ehebruchs beschuldiget, wurde aber durch Daniels weislich angestellte Verhör- und Untersuchung von dem ihr bereits zugesprochenen Todes-Urtheil, nach GOttes sonderbarer Schickung wunderlich errettet und loßgesprochen. Vid. Histor. Susann & Daniel. in S. Codic. Hildebrand. in Episto. 52. in fin. Centur. IV. Joh. Franci, Poet. Lusat. Carmen de Susanna.
Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 1952Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0