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TierreichFrauenzimmer-Lexicon 1715

Lerche, Alauda, Alouette ist ein wohlsingender Vogel von sehr guten Geschmack, und halten etliche ihr Fleisch nebst den Schnepffen vor das allerbeste Wildbret unter den kleinen Vögeln. Sie werden in grosser Menge gefangen, und muß man zu mancher Zeit den reichen Segen Gottes hierbey bewundern. Ob aber die Kinder eine angenehme Stimme bekommen, denen das erstemahl gebraten Lerchenfleisch zu essen gegeben wird, solches mögen diejenigen Mütter ausmachen, die daran gläuben. Unsere Absicht gehet ietzo nur auff die Liebhaber der Lerchen, welche zu der Herbst-Zeit einen Appetit nach selbigen empfinden. Denen zu Gefallen setzet der Koch nachstehende Zubereitungen bey; 1) Lerchen zu braten am Spieß; 2) Lerchen zu braten anders; 3) Lerchen mit Aepffeln; 4) Lerchen mit Zwiebeln; 5) Lerchen mit Weinbeeren; 6) Lerchen in einer Pastete.

Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 1150–1151Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0

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