Pastete von Schnepffen, Suchet die Pastete von Rebhünern nach welchen ihr diese machen könnet. Nur nehmet hier aus denen Schnepffen das Eingeweide, röstet solches nebst Semmel in Butter, würtzet es mit Mußcaten-Blüten, Ingber und Citronen-Schalen, rühret ein Paar Sardellen mit drein, giesset Jus, Wein und etwas Bouillon drauff, und lasset es kochen, streichts letzlich durch ein Haar-Tuch, füllet diese Coulis wenn die Pastete halb gebacken, in selbe, setzet sie wieder in Ofen, und wenn sie noch eine Weile gebacken hat, möget ihr sie anrichten.
Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 1442–1445[1443]Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0