Seiffe wohlriechende zu den Händen, Ist eine aus wohl zerriebener und in Rosenwasser gekochter Venetianischer Seiffe mit klein gestossenen bittern Mandeln, Pimper-Nüßlein, weissen Zucker, Hollunder-Blüt-Eßig, Weinstein-Oel, Benzoes Oel, Liljen-Oel, aufgelöseten Campher, pulverisirten Bleyweiß, Wallrath, Zibet, Mosch, Ambra, und Rosen-Holtz-Oel vermischte unter einander geknetete und in runde mittelmäßige Kugeln formirte Massa, mit welcher sich das Frauenzimmer ihre Hände, um selbige schön und klar zu erhalten, zu waschen pfleget.
Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 1834Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0