Tarten von grünen Erbsen, Passiret grüne junge Erbsen in Butter, und wann sie weich sind, so stosset solche in einem Mörsel; thut sie sodann heraus in einen Reib-Asch, schüttet in Milch geweichte und wieder ausgedruckte Semmel darzu, ingleichen drey Viertel Pfund klein gehacktes Rinder-Marck, Muscaten-Blüten, Citronen-Schalen, Zucker, klein geschnittene Mandeln, ein halb Nösel süssen Rahm; schlaget auch 10. gantze Eyer und von 8. Eyern die Dotter drein, und rühret es wohl ab. Wann es nun genug gerühret worden, so schlaget einen Teig in eine Tarten-Pfanne, und machet sie fertig gleich als die letzte Aepffel-Tarte.
Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 1976Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0